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Grußwort von Bürgermeister Daniel Horndasch

Willkommen in Allersberg im Fränkischen Seenland!

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Ein herzliches Grüß Gott an Sie. Es freut mich sehr, dass Sie uns „angeklickt“ haben und sich für unsere schöne Marktgemeinde interessieren.

Eigentlich glaubt man es kaum, aber mit dem Ende des Sommers gehen wir jetzt bereits in den siebten Monat, der bei uns und weltweit weiterhin voll im Zeichen der Corona Epidemie steht.
Schon im Frühjahr war absehbar, dass das Jahr 2020 nahezu komplett der Bewältigung dieser Krise gewidmet sein würde. Auch wenn Ausmaß, Folgen und Dauer laut allen Experten erst im Herbst wirklich bewertet werden könnten, war doch schnell klar:
Der „Lockdown“ mit all seinen Einschränkungen wirkte überall im öffentlichen Leben wie eine Vollbremsung: sei es für uns als Verwaltung, sei es für die Wirtschaft, unser gesellschaftliches Leben und unsere Familien. Was auch immer für 2020 geplant und angeschoben war, es wurde über den Haufen geworfen. Bei etlichen gemeindlichen Projekten wie der Freibadsanierung, den Außenanlagen Gilardihaus und der Kläranlagensanierung haben wir das heuer sehr zu spüren bekommen.

Sicher ist aber auch:
Wir haben im Hinblick auf das Infektionsgeschehen („auf die erste Welle“) die letzten Monate insgesamt weit besser überstanden als gerade Anfangs zu befürchten war. Gerade die auch im landkreisweiten Vergleich sehr niedrigen Infektionszahlen Allersbergs verdeutlichen das.
Weil all die getroffenen Maßnahmen und Einschränkungen Wirkung zeigten und weil ein ganz großer Teil unserer Bevölkerung mit Umsicht und Verständnis reagierte.

Zwischenzeitlich begegnete die öffentliche Hand dem Einbruch der Wirtschaft mit einem beispiellosen Maßnahmenpaket aus Kreditaufnahmen, Förder- und Zuschussprogrammen, Konjunkturpaketen, Mehrwertsteuersenkung, Ausweitung der Kurzarbeit und Aussetzen von Regelungen zur Firmeninsolvenz …..oder um es mit Finanzminister Scholz zu sagen,  der großen „Bazooka“. Aber auch im Kleinen hat die Gemeinde versucht, unseren Gewerbetreibenden mit Stundungen und Ähnlichem unter die Arme zu greifen.

Im Herbst/Winter stehen wir nun – laut allen Experten – erneut vor einer ganz entscheidenden Weichenstellung - ob nun die zweite Welle wirklich vor der Tür steht oder wir noch mit der ersten Welle kämpfen müssen. Ohne jeden Zweifel sind wir insgesamt weit besser vorbereitet als Anfang 2020 und können auch aus den bisher gewonnenen Erfahrungen schöpfen.
Andererseits hat man wohl auch – um im Bild zu bleiben – mit der Bazooka bereits früh eine ganze Menge an „Pulver“ verschossen. Pulver in Form von „Ausnahmeregelungen“, von Haushaltsmitteln und Krediten, aber auch am gesellschaftlichen „Kapital“, was Durchhaltevermögen und Geduld betrifft.
Die tatsächliche wirtschaftliche Lage wird sich - anhand der Arbeitslosenzahlen und Unternehmensinsolvenzen- erst dann vernünftig einschätzen lassen, sobald bei Kurzarbeit und Insolvenzrecht wieder normale Regeln gelten.  

Trotzdem sollte uns allen klar sein, dass wir gerade deshalb weiterhin und vielleicht sogar noch viel mehr als bisher – zumindest solange bis ein Impfstoff gefunden ist – ein hohes Maß an Disziplin bei Schutzmaßnahmen, Hygiene und gegenseitiger Rücksichtnahme zeigen müssen!

Nun fragen Sie sich vielleicht: was ist auf dem Titelbild zu sehen und was hat das mit Inhalt dieses Grußworts zu tun?

Ganz einfach: Sie sehen jenen Teil der Polsdorfer Straße, der über etliche Jahrzehnte nicht ausgebaut war und deshalb nicht nur für die dortigen Anwohner ein stetes Ärgernis war.
Im Jahr 2018 gelang es, trotz Abschaffung der „Strabs“ eine unbürokratische Einigung und Lösung für dieses uralte Problem mit allen Anwohnern zu finden.  
Im Jahr 2020 konnte diese „Baustelle“ - ähnlich wie der neue Grüngutplatz auf einem der letzten Titelbilder - abgeschlossen werden: trotz oben erwähnter Hemmnisse durch Corona.
Darüber freuen sich nicht nur die Anwohner, zeigt es doch, dass immer wieder und nach und nach etwas vorangebracht und erledigt werden kann, wenn man beharrlich und mit Konsequenz an den Zielen „dranbleibt“.  

Drangeblieben sind wir auch am Thema Hortbetreuung. Als großer Erfolg ist zu werten, dass wir auch heuer und pünktlich ab September mit der rechtzeitig fertig gewordenen Containerlösung allen Kindern einen Platz bieten in unseren Betreuungseinrichtungen können – auch im Vergleich mit anderen Gemeinden wirklich keine Selbstverständlichkeit. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe, aber Danke vorab an das Kommunalunternehmen Allersberg. Denn ohne KU Allersberg wäre das in dieser Form, in dieser Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit wohl nicht möglich gewesen.
Gerade für unsere Kinder, Eltern und Familien – die unter der Belastung durch die Corona Krise besonders gelitten haben – gibt dies hoffentlich eine gewisse Sicherheit und Perspektive bei der Betreuung. Denn der neue Schulalltag wird wegen Corona sowieso besondere Herausforderungen mit sich bringen.

Dranbleiben bzw. die Sache vorantreiben ist auch das Stichwort bei den neuen Baugebieten. Die enorme Resonanz und Nachfrage (siehe gesonderte Mitteilung) zeigen, dass wir hier mit der gleichzeitigen und zügigen Entwicklung beider Gebiete im Interesse unserer Familien gehandelt haben und von Anfang an auf dem richtigen Weg sind. Ab September geht es konsequent mit der nächsten Stufe der Bauleitplanung weiter.

Ihnen und besonders unseren Familien wünsche ich alles Gute zum Schulanfang bzw. zum Start in unseren Kindertageseinrichtungen. Bleiben Sie gesund – und an die Verkehrsteilnehmer gerichtet, achten Sie besonders in den nächsten Monaten auf die im Verkehr noch unerfahren Kinder auf dem Schulweg!

 Ihr

Daniel Horndasch

1. Bürgermeister

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