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Geschichte des Marktortes Allersberg

Über 750 Jahre reichhaltige Herrschaftsgeschichte

Die Anfänge von Allersberg (12.-13. Jh.)

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1254 wird Allersberg erstmals urkundlich erwähnt. Die älteste Siedlung befand sich an Stelle der kath. Pfarrkirche "Allerheiligen". Die Entstehung der Wehrkirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück.

Die Herren von Wolfstein (14. Jh.)

Viele prägende Spuren hinterließen die Herren von Wolfstein. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts sind sie als Besitzer von Allersberg belegt. 1354 bauten sie hier ein Wasserschloss. Neben den heute noch bestehenden unteren Torturm und dem Wappen, erinnert die Wolfsteiner Altenheim-Stiftung an diese Zeit.

Bayerische und Pfalz-Neuburger Zeit (15.-16. Jh.)

Schon bei dem Wolfsteiner Ausbau entscheidend war die günstige geographische Lage. Ein Vorteil, der den Ort immer wieder ins politische Interesse rücke. So kam Allersberg im Zuge der Erwerbspolitik von Ludwig IX. den Reiche 1475 nach Bayern. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde das Amt Allersberg Teil des neu entstandenen Fürstentums Pfalz-Neuburg.

Die Glanzzeit Allersbergs (18. Jh.)

Eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte erlebte Allersberg im 18. Jahrhundert. Der Ort erholte sich schnell von dem Niederbruch des Dreißigjährigen Krieges. 1689 ließ Johann Georg Heckel eine Drahtzieherei errichten. Der dritte Firmeninhaber, Johann Jacob Gilardi, war der erfolgreichste Unternehmer. Er führte das Allersberger Drahtzugunternehmen zur Weltspitze. Die Allersberger Produkte gingen nach Paris, Venedig, Lissabon, Cadiz, Moskau, Havanna und Lima. Von der wirtschaftlichen Blüte dieser Zeit zeugen heute noch mehrere Gebäude. Zu nennen ist neben dem Gilardi-Anwesen und dem Turmpavillon des Heckelhauses, die kath. Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“, die Wallfahrtskirche St. Wolfgang, die Innenausstattung der 1680 wiederhergestellten St. Sebastianskirche auf dem Friedhof und das Landschlösschen der Gilardi's im Appelhof.

Niedergang (19. Jh.)

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Die politischen Veränderungen im frühen 19. Jahrhundert hatten für Allersberg tiefgreifende Folgen. Auch die Firma Gilardi kämpfte mit wirtschaftlichen Problemen, der Ort war von einer hohen Arbeitslosigkeit betroffen. Erschwerend kam hinzu, dass Allersberg erst sehr spät einen Bahnanschluss erhielt. 1902 wurde die Nebenstrecke Ochenbruck - Allersberg eröffnet. 

Wiederneuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg

Schwere Tage erlebte Allersberg in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges als bei Rückzugsgefechten über 50 Menschen starben und mehr als die Hälfte der Gebäude zerstört wurden.

Nach dem Krieg ging es schnell wieder bergauf. Durch den Zuzug von Flüchtlingen aus dem Sudetenland und Schlesien hat sich die Bevölkerung in den Jahren 1945 bis 1955 verdreifacht. Vorteilhaft erwies sich auch die 1938 eröffnete Autobahn Berlin – München.

Bei der Gebietsreform in den Jahren 1971 bis 1975 kamen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Altenfelden, Göggelsbuch, Ebenried sowie Teile der Gemeinde Brunnau, Lampersdorf und Birkach zur Marktgemeinde Allersberg.

Allersberg heute

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Allersberg ist sich seiner Geschichte bewusst und stellt sich der Aufgabe das historische Ortszentrum zu wahren. Mit dem Bau der Umgehungsstraße ist dafür eine wesentliche Voraussetzung geschaffen. Unterstützung leistet die Marktgemeinde den Bürgern im Rahmen der Städtebauförderung. Mit der Sanierung des GilardiHauses (www.gilardi-anwesen-allersberg.de) erfolgt ein weiterer Mosaikstein zur Belebung des Ortskerns.

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