1 Torturm
Erbaut ab 1323, letzter Rest der mittelalterlichen Befestigung, „Unteres Tor“ genannt, erstes Schulhaus, früheres Arrestlokal und Obdachlosenasyl, 1995-97 grundlegend saniert, wird heute von der Marktgemeinde und vom Kultur- und Verschönerungsverein für Empfänge und Kleinkunstveranstaltungen genutzt. Sitz des „Allersberger Torturmkabaretts“.
2 Altes Spital
1336 – 1338 errichtet, ab 1339 Wolfsteiner Altenheim-Stiftung zur Unterstützung armer und kranker Leute, nach dem Neubau des Altenheimes an der Kellerstraße in den Jahren 1975-77 grundlegend saniert sowie als Kolpinghaus und katholisches Pfarrzentrum umgebaut, mit gleichzeitiger Erweiterung um eine Gaststätte, großen Saal und Kegelbahnen.
3 Pfarrkirche “Maria Himmelfahrt”
Erbaut 1708-1710 von Johann Baptist Camesino anstelle der baufällig gewordenen Spitalkirche „Zum Heiligen Geist“, Weihe am 22. Juli 1710, am Magdalenentag, zu Ehren von „Maria Himmelfahrt“. Die Ausstattung wurde in erster Linie von den Familien Gilardi und Heckel gestiftet. Im Innern größtes Deckenfresko der Diözese Eichstätt (Monumentalfresko „Maria Himmelfahrt“ von Alois Wünsche aus Eichstätt). Enthält acht kunstvolle Grabdenkmäler Allersberger Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts.
4 Rathaus
Früheres Pflegamt, ab 1505 Amts- und Wohnsitz der Pfleger des Fürstentums Pfalz-Neuburg, 1542-1578 Amtsund Wohnsitz Nürnberger Amtsleute, 1804-1837 im Besitz der Fabrikantenfamilie Heckel, 1837 Schulhaus, ab 1946 Rathaus und Schule, seit 1950 Rathaus.
5 Heckelhaus
1721 errichtet, gestaltet von dem fürstbischöflichen Baumeister Gabriel de Gabrieli aus Eichstätt ; auf dem Türmchen das Wahrzeichen der Allersberger Drahtzieher, die „Madonna mit dem Kind im Strahlenkranz“, 1733 von Johann Kaspar Heckel aufgestellt.
6 Gilardihaus
erbaut 1723-1728 von Fabrikant Jacob Gilardi nach Plänen von Gabriel de Gabrieli, einst Sitz der ältesten leonischen Drahtwarenfabrik Deutschlands (gegründet 1689), 1950 renoviert, im Inneren beachtenswerte Stuckarbeiten ; geschweiftes Portal mit Wappen der Familie Gilardi (1756 Reichsadel), Uhrtürmchen auf dem Dach. Seit 2006 im Eigentum des Marktes Allersberg.
7 Marktbrunnen
Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts errichtet zur Erinnerung an die Zeit, als Allersberg noch nicht an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen war. Oktogon mit Allersberger Wappen verziert. Der Brunnen ist alljährlich Mittelpunkt des beliebten Brunnenfestes am Fronleichnamstag.
8 Alte Schule
1883 errichtet und noch vor dem Ersten Weltkrieg erweitert, frühere Mädchenschule. Die Knabenschule war im kurfürstlichen Pfleghaus, dem heutigen Rathaus, untergebracht. 1950 wurde ein Zentralschulhaus (heutige Grundschule) fertiggestellt. Die alte Schule in der
Kirchstraße 1 wird heute als Kreismusikzentrum, als Bürgerbegegnungsstätte, Tourist-Information und für die Kinder- und Jugendarbeit genutzt.
9 Allerheiligenkirche
Frühere katholische Pfarrkirche, ältestes Gotteshaus und ältestes Bauwerk Allersbergs, unterer Teil des Turms aus dem 12. und 13. Jahrhundert, ehemalige Wehrkirche, Teile der alten Wehrmauer und des Wassergrabens sind heute noch erkennbar. Bis ins 16. Jahrhundert befand sich der Friedhof innerhalb der Wehranlage. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1946-1956 vollständig renoviert. Im Inneren spätgotische Madonna (um 1460) und spätgotische Pieta (um 1400 – 1420).